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Geschrieben von Rolf am 03. August 2001 22:50:15:

Öko-Test: Sonnenschutzmittel für die Haare - Kein gutes Zeugnis
Das Verbrauchermagazin "Öko-Test" fand einige Inhaltsstoffe, die Kopf und Körper mehr schaden als nützen. Die neuen Sonnenschutzmittel für Haare sollen garantieren, dass trotz Sonne, Wind, Meer- oder Chlorwasser die Haare weiterhin gepflegt aussehen. Das Magazin "Öko-Test" hat vier Präparate genauer unter die Lupe genommen und kann keinem von ihnen ein wirklich gutes Zeugnis ausstellen.
Von den untersuchten Pump-Sprays waren zwei nur eingeschränkt zu empfehlen, die anderen beiden wenig bis gar nicht. Die zwei eingeschränkt empfohlenen Produkte enthielten zwar pflegende Wirkstoffe, die einer Schädigung der Haare in der Sonne entgegenwirken können. Darüber hinaus fanden die Tester aber - wie in allen untersuchten Präparaten - Emulgatoren, die die Kopfhaut irritieren können. Das teuerste Produkt schnitt in Test am schlechtesten ab, denn es enthält etliche Zutaten, die dem Haar mehr schaden als nützen: Die Testlabors fanden mehr als zehn Prozent künstlicher Erdölprodukte im Fettanteil, die das Haar zwar kurzfristig besser kämmbar machen, aber keinen lang haltenden Schutz bieten.

Nicht einverstanden war "Öko-Test" mit dem Lichtschutzfilter Oxybenzon, denn er löst sehr häufig Allergien aus. Vollkommen unverständlich für die Tester war, dass in diesem Produkt ein Farbstoff verwendet wird, der Anilin abspalten kann. Anilin steht unter Verdacht, Krebs erregen zu können. Das gilt auch für einen weiteren Rohstoff, der Formaldehyd abspalten kann. Dies sei um so brisanter, als man von dem Sonnenschutzmittel auch einiges einatmen kann, wenn man es auf die Haare sprüht. In einem anderen Testprodukt konnten Phthalate, das sind künstliche Weichmacher als Vergällungsmittel nachgewiesen werden, die auf Dauer das Hormonsystem durcheinander bringen können.

Die Experten des Magazins raten Sonnenanbetern, ihre Haare mit einem Tuch oder einer Mütze vor zu viel UV-Strahlung zu schützen. Die Haare könnten in der Sonne zwar heller und spröder werden, "eine Glatze" habe aber noch niemand bekommen.

Eva Manhardt und Öko-Test







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